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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - Ein Monat voller Überraschungen - mein persönlicher März 2018

Hey Leute, der März hatte es in sich. . . bei mir & Markus ist sooo viel passiert, dass ich mich bereits gefragt habe, ob ich darüber ein kleines e-book schreiben soll. Ich versuche mich so kurz & knackig wie möglich zu halten. Ein ordentlicher Blogpost hat zwischen 1500 - 2000 Wörter; mal schauen, ob es mir gelingt. 😉
 
Monthly Recap - Was ist das?
Inspiriert von einer coolen Blogger-Kollegin, habe ich mich entschieden, ab März 18 jeweils Monats-Journal zu führen und hier auf meinem Blog zu veröffentlichen.
mit den persönlichen Einblicken nehme ich dich mit in meinen Alltag durch alle Höhen & Tiefen. Freu dich auf den Ausflug. . . es ist ein Geschenk von mir an dich . . . und los gehts !
 
Final destination Bali
Mit dem März ist für uns auch der letzte Monat unserer 5-monatigen Reise angebrochen. 
Den Abschluss wollten wir auf Bali machen.  Auf der Götterinsel kam Vieles ganz anders als ursprünglich geplant.  Der energiegeladene Super-Blau-Vollmond oder der rückläufige Merkur haben da sicher auch eine Rolle gespielt.  Jedenfalls war es zeitweise sehr intensiv.
Ursprünglich geplant war ein 1-monatiges ‚Haussitting' mitten in Canggu; der hippen Hochburg der Digitalen Nomaden, der Yoga-Bewegung, der Surfer, der veganen Food-Tempel & den legendären Sunsets.
 
Ich freute mich schon lange im voraus bis über beide Ohren auf Bali, auf veganen Food-Porn, täglichem Yoga, mehrmaligen Arbeitssessions & Workshops im Co-Working-Space, motivierenden Austausch und connecten mit Gleichgesinnten. Es sollte ein Monat meiner eigenen Innen-Reise und ein Booster für mein Business als VA werden. . . das wurde es; aber nicht so, wie ich wollte.
Kaum ein paar Tage angekommen, war mein Gefühl um 180Grad anders. In mir sträubte sich alles, mich unter die Leute zu mischen. Ich fühlte mich überhaupt nicht wohl in mitten all dieser vielen jungen Menschen, die auf mich den Eindruck machten, dass sie alle ganz genau wissen, was sie im Leben machen möchten, ihrem inneren Ruf schon längst zu folgen schienen, ihren Platz an der Sonne gefunden haben, damit glücklich, erfüllt und erfolgreich sind und das Leben auf Bali mit jedem Atemzug genossen.
 
Ich 'musste zusehen', wie all meine Vorhaben punkto Yoga & Begegnungen unter Gleichgesinnten im Sand zerflossen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Was war bloss mit mir passiert? Nun sass ich da, im vermeintlichen Paradies und fühlte mich klein und voller Selbstzweifel. Zwischen all den vielen Menschen, hab ich (wiedermal) erlebt, was es bedeutet, sich unter vielen Menschen einsam, verloren & unbedeutend zu fühlen. Gefangen in meinen Gefühlen und im Selbstmitleid, zog ich mich zurück und wirkte ‚im stillen Kämmerchen‘ ganz alleine für mich & mein Business.
 
Was war passiert? Erst in meiner Lifecoach-Session nach unserer Rückkehr in die Schweiz wurde mir wirklich bewusst, was da in Canggu in mir abgegangen war und plötzlich konnte ich alles für mich einordnen: die Community und die Energie vor Ort wirkten wie ein Trigger, der meinen Schmerzkörper aktivierte. Das Aussen spiegelte mir etwas, was in meinem Innern noch verletzt war und sich nach Heilung sehnte.
Mir allzu bekannte Gefühle aus meiner Kinder- und Jugendzeit von 'ausgeschlossen-werden‘ & ‚nicht-dazu-gehören-zu-dürfen‘ kamen mit voller Wucht wieder in mir hoch und versetzten mich abermals in diese dunklen Kindertage zurück, wo ich mich oftmals klein, bedeutungslos und unbeachtet fühlte. Völlig automatisch & unbewusst lief das eingeschliffene Muster seit langem wieder mal in mir ab. Ich fühlte mich von Canggu und von den Menschen vor Ort ‚bedroht‘.
 
Zusätzlich kam noch dazu, dass das Haus, das wir für einen Monat gemietet hatten, sich nicht als das schöne saubere und gut eingerichtete Haus entpuppte, was wir dachten vorzufinden.
Aus all diesen Gründen entschlossen wir, weiterzuziehen. Wir brachen vorzeitig die Zelte in Canggu ab, packten unsere Rucksäcke, organisierten uns für die restliche Zeit 2 Roller und fuhren mit unserem ganzen Gepäck zuerst in den Süden und anschliessend in den Osten Balis. Den ausführlichen Blogpost Von unserem zweiten Roadtrip mit den Rollern auf Bali könnt ihr hier in Wort und Bild bestaunen.
Ich möchte hier noch anmerken, dass Canggu eine wirklich tolle Gegend in Bali ist!! Ich wurde diesmal getriggert; ein Teil meiner Vergangenheit kam in mir hoch. Dies hat es mir diesmal schwer gemacht. Das ist alles.
 
Es wäre falsch, zu behaupten, dass Canggu nicht schön wäre.
Wenn du auf Bali bist, besuche diesen Teil von Bali. Es ist lebhaft und schön!
Natürlich hatten wir auch wunderschöne Momente in Canggu. Diese möchte ich dir nicht vorenthalten.
 
Wir genossen köstliches, frisch zubereitetes Essen, frühmorgens gingen wir an den noch ruhigen Strand und abends hockten wir oft gemütlich in einer der vielen chilligen Strandbars mit direktem Blick auf Surfer & Sunset und genossen meist still & andächtig unser Bintang, währenddem sich vor unseren Augen ein magisches Spektakel bot. Die Sonnenuntergänge in Canggu sind einmalig schön und ziehen mich immer wieder in den Bann!

 

Markus fand grossen Gefallen daran, Surfer in action zu fotografieren und hat einige super Shots gemacht! (Zu bestaunen auf seinem Instagramprofil ‚Tinyblueplanet‘)

Hier schon mal ein paar balinesische eindrücke vorab.


Let’s talk Business
Ich arbeitete im März intensiv an meiner eigenen Selbständigkeit als Virtuelle Assistentin!
  • klinkte mich in diversen FB-Gruppen ein
  • knüpfte erste Kontakte mit Gleichgesinnten im world wide web
  • schrieb mich auf einer der bekannten Job-Plattformen ein, auf welcher viele Homeoffice-Jobs ausgeschrieben werden,
  • erstellte für mich ein aussagekräftiges Kurzprofil
  • designte mir ein neues Logo & ein FB-Banner
  • bewarb mich auf diverse Jobs
  • erhielt einige Absagen, lernte daraus und machte einfach weiter,
  • ich machte erste wertvolle Erfahrungen, wie man sich als VA richtig bewirbt und was es bedeutet, eine von Vielen auf dem deutschen VA-Markt zu sein.
Du fragst dich, warum ich begonnen habe, mich in Deutschland zu bewerben?
Schweizer Unternehmer & Firmen hinken in diesem Bereich leider noch total hinterher. Administrative & organisatorische Aufgaben an Virtuelle Assistentinnen zu delegieren, hat sich hier zu Lande noch nicht herumgesprochen, geschweige denn etabliert und steckt noch in den Kinderschuhen. Und erstaunlicherweise wissen leider noch sehr wenige Schweizer, was Virtuelle Assistenten überhaupt sind und dass diese existieren! Dementsprechend mager ist das jobangebot für va's in der Schweiz.
 
Die andere Hürde, die wir Schweizer VA’s zu überwinden haben, ist die Finanzierung der hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz; dementsprechend hoch müss(t)en auch unsere Löhne/Stundenansätze sein, wenn wir permanent in der Schweiz leben.
Nach vielen Auf und Ab’s mit mir selbst und angeregten Diskussionen mit Markus, wo ich mich denn lohnmässig positionieren soll, bin ich sehr dankbar, dass ich eine gute Lösung für meine zukünftigen AuftraggeberInnen aus Deutschland & der Schweiz und natürlich auch für mich gefunden habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto von Markus Brunner     Pin it ! 

 

 


Let’s talk about privacy
Auch privat hat sich während unserer Reise einiges getan! Anfang Februar haben unsere beiden Mädels in einem Skype-Gespräch mitgeteilt, dass sie sich entschieden haben, nach unserer Rückkehr ihre erste gemeinsame Wohnung zu nehmen und von zu Hause ausziehen möchten.  ich freute mich sehr für die beiden, dass sie sich als schwestern so gut verstehen und nun sogar eine gemeinsame Wohnung anstreben. Die Zeit ist reif dafür, das spürte ich. Trotzdem musste ich nach dieser definitiven Ankündigung leer schlucken.
 
Als sie dann kurze Zeit später bereits die definitive Zusage einer Wohnung erhalten haben, war ich die ersten beiden Tage immer wieder bedrückt, wenn ich daran dachte. Ich musste auch ein paar Tränen vergiessen.
wow, nun ist es soweit: Unsere beiden Mädchen, die zwischenzeitlich 21 & 24 Jahre alt sind, werden Ende März 18 aus unserer gemeinsamen Familienwohnung ausziehen und ihr eigenes Ding starten. 
 
Nach 2 Tagen der Angewöhnung an die neue Situation begann ich zu realisieren, dass ich/wir ein weiterer Meilenstein des Lebens erreicht haben: Wir sind nicht mehr (finanziell) für unsere Kinder verantwortlich; wir haben unsere gesetzliche elterliche Pflicht abgeschlossen. . . WOW! (Wie oft hatten wir uns in schwierigen Zeiten gewünscht, bereits an diesem Punkt zu sein. Und jetzt ist es unsere Realität geworden! Wie cool ist das denn?!
 
Ich begann, mir über die vielen Vorteile klar zu werden und ich freute mich auf den neugewonnen Platz in unserer Wohnung und die Freiheit, die auf Markus & mich warteten!
Nach 25 Jahren Familienleben, sind wir wieder da, wo wir zu Beginn angefangen haben:
als Paar, einfach nur verantwortlich für unsere beiden Leben; einfach nur Markus & ich; einfach wir beide !
 
Tiefe Dankbarkeit und grosser Stolz auf unsere girls (und auch auf uns 2) breitete sich in mir aus! Ich bin bereit, das neue Kapitel in meinem Leben willkommen zu heissen!

that's us. . .


Let’s talk about life
Wie bereits schon erwähnt, habe ich mir diesen Monat viele Gedanken um meine Selbständigkeit gemacht. Generell habe ich mir wichtige Fragen überhaupt bezüglich Leben gestellt:
  • Was möchte ich beruflich und im Leben überhaupt?
  • Wie wird sich Markus bezüglich seiner beruflichen Situation entscheiden?
  • Was ist mir persönlich wichtig?
  • Welche Umstände und Umgebung unterstützen mich?
  • Wo möchte ich zukünftig leben?
  • Wie sieht ein idealer Tag in meinem Leben aus?
  • Was erfüllt mich?
  • Was mache ich gerne und fühlt sich nicht wie Arbeit an?
  • Welches sind meine Stärken?
  • Was sind meine Talente?
  • Wer kann davon profitieren?
  • Wie sieht mein Wunschkunde aus? … etc.
Ich habe viel Zeit in diese Innenschau gesteckt. Und natürlich kamen auch Zweifel hoch und warfen viele unangenehme Fragen in mir auf:
  • Hat mein Vorhaben Zukunft?
  • Was, wenn das Geld knapp wird?
  • Werde ich durchhalten und Durststrecken genug lange aushalten können?
  • Werde ich in der grossen weiten Welt überhaupt wahrgenommen?
  • Werde ich Kunden finden, die zu mir passen?
  • Kann ich davon leben?
  • Bin ich schon gut genug, um richtig anzufangen?
  • Wie gestalten Markus und ich unser Leben zukünftig?
  • Werden wir jedes Jahr den Winter überbrücken?
Fragen über Fragen. . . aber eines war & ist stets klar und spürbar für mich: Zurück in einen normalo Büro-Job als Angestellte werde ich nicht mehr gehen! Das hatte ich lange genug und das tat mir nicht mehr gut.
 
Diesen Monat habe ich enorm viel gelernt. Sei es, dass ich mir durch autodidaktisches Lernen neue Skills angeeignet habe, viele offene Fragen bezüglich meines Business geklärt wurden, meine Bewerbungsstrategie sich durch Absagen weiter optimiert hat oder dass ich Änderungen an meiner Homepage und meinen SocialMedia-Kanälen vorgenommen habe. Ich bin in meiner Selbständigkeit einen grossen Schritt vorwärts gekommen und so klar wie schon lange nicht mehr!
 
Umso grösser war meine Freude, dass ich Ende des Monats mit einer ersten potenziellen Auftraggeberin ein Erstgespräch via Skype vereinbaren konnte und prompt meinen ersten Auftrag aus Deutschland für mich gewinnen konnte. Die Freude ist riesig !! 😃

Last but not least - Minimalismus
Ein Thema, das wir beide zukünftig umsetzen möchten, ist die Thematik rund um den materiellen Minimalismus.
Bereits unsere Reise stand unter dem Motto: Collecting Moments - not things.
 
Markus träumt schon lange davon, dass sein ganzes Hab und Gut in einem einzigen Rucksack (den er selber tragen kann) Platz hat. Ich bin da noch nicht ganz so weit. . . obwohl ich auf unserer Reise auch gesehen habe, dass wir zwar nur je 1 Rucksack bei uns hatten; wir dennoch viel zu viele Dinge dabei hatten, die wir nicht wirklich auf unserer Reise brauchten. (Es gab tatsächlich kleidungsstücke, die ich ganze 5 Monate nicht mal aus dem Packbeutel rausgenommen habe !!)
So haben wir seit unserer Rückkehr bereits einiges in diese Richtung eingefädelt:
  • wir haben unseren Mädels beim Auszug an Küchenutensilien mitgegeben, was wir entbehren konnten —> ein Teil des Geschirrs, der Gläser, der Pfannen, des Bestecks, Zierkissen, 1 Lampe, Möbel, Kaffeemaschine etc.
  • das digitale TV-Abo per sofort gekündigt
  • Verkaufsinserat für unser Zweit-Motorrad und Crosstrainer online gestellt
Das nächste, was wir verkaufen werden, ist unser TV, das Elektro-Piano, ein Pult. . . und das nächst Grössere Objekt dann - unser Auto. . . einfach alles loslassen, was wir nicht mehr unbedingt zum Leben brauchen, was uns jedoch viel kostet und eigentlich nur unnötig belastet.
 
Es ist auch an der Zeit, unsere Kleiderschränke und andere Regale unserer Wohnung radikal auszumisten und Dinge wegzugeben oder zu verkaufen, was wir nicht mehr brauchen; und dies ist erfahrungsgemäss seit der Reise, herzlich wenig!
 
 
So, wir sind jetzt mittlerweile bei rund 1'900 Wörter angekommen. . . ich würde sagen, das ist ein ordentlicher Post geworden und das Wichtigste zum März 18 wurde gesagt.
  
Du kannst dich bereits auf den Rückblick vom Monat April freuen. . . was zur Zeit bei uns beruflich & Privat abgeht ist der helle wahnsinn. . .   stay tuned !!
 
Alles Liebe !          Sabrina

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Kommentare: 2
  • #1

    Irene (Donnerstag, 19 April 2018 17:51)

    Da kann ich nur eins sagen: "wow"! �

  • #2

    Sabrina (Donnerstag, 19 April 2018 19:25)

    Vielen DAnk für den kurzen & knackigen Kommentar, Irene ☺️